GSB 7.0 Standardlösung

Häufig gestellte Fragen: Prof.(essionell) in der Lehre

Noch etwas offen geblieben? Hier haben wir für Sie weitere Informationen zusammengestellt.

Der Hochschule des Bundes ist es ein zentrales Anliegen alle neuberufenen und neueingestellten Lehrenden bei der Aufnahme Ihrer Lehr- und Forschungstätigkeiten so individuell wie möglich zu unterstützen. Daher wird auch das zweijährige Neuberufenenprogramm Prof.(essionell) in der Lehre in mehreren Planungsgesprächen gemeinsam mit den Lehrenden und nach deren individuellen Interessen und Anliegen geplant.

Die hier dargestellte Programmbeschreibung ist somit immer nur eine erste Orientierung. Typische Fragen, die sich bei der Vorbereitung, Planung und Durchführung des Programms häufig ergeben, haben wir an dieser Stelle für Sie in Kategorien zusammengefasst. Die Hochschuldidaktik der HS Bund steht Ihnen zudem, während des gesamten Prozesses, für weitere Informationen oder Rückfragen jederzeit gerne zur Verfügung.


Organisation, Aufbau und Ablauf

In welchem Zeitraum muss das Neuberufenenprogramm absolviert werden?

Das Neuberufenenprogramm Prof.(essionell) in der Lehre startet nach erfolgter Berufung bzw. Einstellung am Zentralen Lehrbereich in Brühl mit der Aufnahme Ihrer Lehrtätigkeit und ist innerhalb der ersten 2 Jahre nach erfolgter Berufung bzw. Einstellung abzuschließen. In Auftakt- und Planungsgesprächen wird mit Ihnen gemeinsam ein erster Aufbau und Ablaufplan mit allen relevanten Terminen und Fristen zum Neuberufenenprogramm erstellt. Es wird sichergestellt, dass Sie alle Elemente des Programms (Hochschuldidaktik, Praxistransfer, anwendungsorientierte Forschung) in dieser Zeit durchführen können.

Gibt es eine Deputatsreduktion für die Teilnahme am Neuberufenenprogramm?

Nein. Das Neuberufenenprogramm ist so gestaltet, dass Sie alle Elemente zeitlich problemlos innerhalb der ersten zwei Jahre nach erfolgter Berufung, bzw. Einstellung absolvieren können. Sollte es dennoch mal zu zeitlichen Überbelastungen kommen, werden in begründeten Fällen Ausnahmeregelungen vereinbart.

Hochschuldidaktik

Wie wähle ich die hochschuldidaktischen Seminare für das Neuberufenenprogramm am besten aus?

Bei der Auswahl hochschuldidaktischer Seminare sollten Sie einerseits von Ihren individuellen Vorerfahrungen und Weiterbildungen und andererseits von Ihren konkreten Fragestellungen und Interessen für Ihre Lehrveranstaltungen ausgehen. In unserem Veranstaltungskalender stehen Ihnen eine Vielzahl an hochschuldidaktischen Veranstaltungen zur Auswahl. Die Hochschuldidaktik informiert Sie zudem gerne über Seminardetails und stellt bei Bedarf mit Ihnen ein maßgeschneidertes Professionalisierungskonzept in der Hochschuldidaktik zusammen. Alle Weiterbildungsveranstaltungen, die Sie besuchen, sind auch auf das hochschuldidaktische Zertifikatsprogramm Professionelle Lehre HS Bund anrechenbar.

Ich habe bereits hochschuldidaktische Veranstaltungen, bzw. Coachings besucht. Werden diese anerkannt?

Ja. Auf das Neuberufenenprogramm werden hochschuldidaktischen Beratungs- und Weiterbildungsveranstaltungen anderer Hochschulen anerkannt, so diese sich den Standards für hochschuldidaktische Weiterbildung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) angeschlossen haben. Kenntnisse und Fertigkeiten, die außerhalb der Mitgliedshochschulen erworben wurden, können auf das Neuberufenenprogramm in einer Höhe von maximal 10% angerechnet werden so zu den Inhalten und Standards der hochschuldidaktischen Aus- und Weiterbildung der dghd kein wesentlicher Unterschied besteht. Die Anerkennung von Leistungen wird im Auftaktgespräch mit der Hochschuldidaktik besprochen.

Praxistransfer - Praxissemester

Wann und wo ist das Praxissemester durchzuführen? Welche Vorgaben sind dabei zu beachten?

Das sechsmonatige Praxissemester ist in der Regel in einem Block in einer Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums, innerhalb der ersten 2 Jahre nach erfolgter Berufung, bzw. Einstellung, durchzuführen. Abhängig von der Lehrbelastung des Studienbereichs in dem Sie tätig sind kann das Praxissemester auch in zwei Dreimonatsblöcke aufgeteilt werden. Die Planung und Vorbereitung Ihres Praxissemesters erfolgt gemeinsam mit der Hochschuldidaktik.

Kann ich im Rahmen des Praxissemesters anwendungsorientierte Forschung betreiben?

Ja. Sie haben die Möglichkeit bereits vor dem Start in das Praxissemester Kontakt mit dem jeweiligen Bereich in der Bundesbehörde aufzunehmen und forschungs- sowie praxisrelevante Themen und Fragestellung einzugrenzen. Während des Praxissemesters können Sie bspw. als wissenschaftliche/r Berater/in für die jeweiligen Bundesbehörden tätig sein, oder in Kooperation mit der jeweiligen Behörde anwendungsorientierte Forschungstätigkeiten betreiben. Für die Konzeption, Anbahnung und Durchführung stehen Ihnen zudem geeignete Wissenschaftscoachs zur Verfügung. Bei der Vernetzung mit den Bundesbehörden unterstützt Sie die Hochschuldidaktik jederzeit gerne.

Welche Regelung gilt für meine Lehrverpflichtung während des Praxissemesters?

Während des sechsmonatigen Praxissemesters gilt Ihr Lehrdeputat für diesen Zeitraum als erfüllt. Eine Anrechnung und Ausplanung aus der Lehre erfolgt über die Lehrplanung im Dekanat am Zentralen Lehrbereich.

Anwendungsorientierte Forschung - Wissenschaftscoaching

Um welche Themen geht es konkret im Wissenschaftscoaching?

Die Themen des Wissenschaftscoaching sind vielfältig und vor allem individuell. Primär ist das Wissenschaftscoaching darauf ausgerichtet Sie bei der Reflexion ihrer (neuen) Rolle als akademische Führungskraft, sowie beim Transfer Ihrer praktischen Erfahrungen aus dem Praxissemester in Ihre Lehrveranstaltungen zu unterstützen. Kern des Wissenschaftscoachings bildet daher in der Regel die Hospitation Ihrer Lehrveranstaltung durch einen hochschuldidaktischen Moderator/in und Berater/in mit anschließender Auswertung.

Das Wissenschaftscoaching unterstützt Sie aber auch bei der Durchführung Ihres Praxissemesters und dem Transfer Ihrer praktischen Erkenntnisse in Ihre Lehre, in die Curricula oder in Projekte an der Hochschule.

Zudem steht Ihnen das Wissenschaftscoaching auch für anwendungsorientierte Forschung zur Verfügung und berät Sie bspw. beim Aufbau von Netzwerken und Kooperationen oder bei der Entwicklung und Durchführung von Forschungsvorhaben.

Wie läuft ein Wissenschaftscoaching in der Regel ab?

Beim Wissenschaftscoachings stehen immer und ausschließlich Ihre individuellen Fragestellungen und Zielsetzungen im Vordergrund. Daher gibt es im Coaching keinen 'Standardablauf'. Die Lehrhospitation im Rahmen des Neuberufenenprogramms hat in der Regel folgenden Ablauf:

  • Vorgespräch (Schaffen einer Arbeitsbasis, Fokus auf konkrete Lehrveranstaltungen, konkrete Zielsetzungen),
  • Hospitation der Lehrveranstaltung mit anschließendem gegenseitigen Feedback,
  • Auswertung der Lehrhospitation entlang der Zielsetzung und ggf. Planung weiterer Maßnahmen.

Wie komme ich zu einem Wissenschaftscoach?

Die Hochschuldidaktik hält in einem Auftaktgespräch gemeinsam mit Ihnen alle für Sie relevanten und interessanten Inhalte, Themen und Ziele in Lehre, Praxistransfer und Forschung fest. Auf dieser Basis wird Ihnen ein Wissenschaftscoach vermittelt, die/der über langjährige Erfahrung in der Hochschullehre und/oder im Hochschulmanagement verfügt, als Moderator und Berater zertifiziert ist, und für Ihre individuellen Fragestellungen und Zielsetzung optimal geeignet ist.

Allerdings kann es auch bei der sorgfältigsten Vorbereitung und Auswahl trotzdem immer mal dazu kommen, dass eine Zusammenarbeit nicht hundertprozentig funktioniert. In diesem Falle wird Ihnen – auf Ihre Anfrage – ein alternativer Wissenschaftscoach zur Verfügung gestellt.

Wann ist der günstigste Zeitpunkt für die Durchführung des Wissenschaftscoaching?

Der Zeitpunkt zu dem das Wissenschaftscoaching durchgeführt werden sollte ist so individuell wie das Coaching selbst. Entscheiden Sie sich für das Lehrcoaching kann das Coaching bspw. stattfinden, wenn Sie etwas für Sie 'Neues' in der Lehre ausprobieren möchten oder wenn Sie für Ihren Start in der Lehre an der Hochschule des Bundes eine zusätzliche Perspektive haben möchten. Das Wissenschaftscoaching kann aber auch zu späteren Zeitpunkten stattfinden, bspw. vor und nach Ihrem Praxissemester, um Sie bei dem Transfer Ihrer praktischen Erfahrungen in die Lehre, Curricula oder Projekte an der Hochschule zu unterstützen. Ein individuelles Konzept und ein detaillierter Ablauf werden mit Ihnen im Auftaktgespräch, sowie in begleitenden Planungsgesprächen festgelegt bzw. kontinuierlich angepasst.

Kontakt und individuelle Beratung

ORR Knut Hannemann, M.A.
Raum: Z.17
Telefon: +49 228 99 629-6223
Fax: +49 228 99 10629-6223
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