GSB 7.0 Standardlösung

Zertifikatsprogramm: Professionelle Lehre HS Bund

Die Studierenden optimal auf die beruflichen Herausforderungen von morgen vorbereiten.

In Kooperation mit dem netzwerk hochschuldidaktik nrw bietet die HS Bund ein modularisiertes Weiterbildungsprogramm an, das mit dem Nachweis der pädagogischen Eignung für die Hochschule abschließt und bundesweit anerkannt wird.

Zertifikatsprogramm 'Professionelle Lehre HS Bund'

Im Rahmen des Zertifikatsprogramms Professionelle Lehre HS Bund werden die fünf hochschuldidaktischen Kernthemen 'Lehren und Lernen', 'Studierende beraten', 'Feedback und Evaluation', 'Prüfen und Bewerten', sowie 'Innovationen in Studium und Lehre' behandelt. Dabei ist das Zertifikatsprogramm in drei aufeinander aufbauende Module (Basis-, Erweiterungs-, Vertiefungsmodul) strukturiert. In den jeweiligen Modulen besuchen Sie ein- oder zweitägige Seminare, die Sie besonders interessieren, die eine besondere Relevanz für Ihre Lehre haben oder die für Innovationen in Studium und Lehre in Ihrem Bereich besonders hilfreich sein können.

Alle Seminare werden von hochschuldidaktischen Trainerinnen und Trainern moderiert, die selbst über langjährige Erfahrungen in der Hochschullehre oder im Hochschulmanagement verfügen. Kern der Seminare bilden immer der Erfahrungsaustausch mit anderen Lehrenden und das gemeinsame Erproben neuer Theorien, Modelle und Methoden auf der Basis aktueller Bildungsstandards sowie aktueller Hochschul- und Bildungsforschung.

Durch die Kooperation mit dem netzwerk netzwerk hochschuldidaktik nrw haben Sie zudem die Möglichkeit hochschuldidaktische Seminar nicht nur an der HS Bund am Standort Brühl, sondern auch an allen 16 Kooperationshochschulen in nrw, zu besuchen.

Nach erfolgreicher Absolvierung des gesamten Programms erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Zertifikat Professionelle Lehre HS Bund, das nach § 36 des Hochschulzukunftsgesetz (HZG NRW 2014), die pädagogische Eignung für die Hochschule nachweist. Mit der Teilnahme am Zertifikatsprogramm kann jederzeit im Jahr begonnen werden, da es keine festgelegten Start- oder Endtermine gibt.

Die Teilnahme am Zertifikatsprogramm ist für das hauptamtliche Lehrpersonal aller Studiengänge und Fachbereiche der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung kostenlos. Lehrbeauftragte des Zentralen Lehrbereichs sowie die Fachbereichs Allgemeine Innere Verwaltung (AIV) können ebenfalls kostenlos an den Veranstaltungen am Standort Brühl teilnehmen.

In den nachfolgenden Auswahlmenüs haben wir für Sie alle weiterführenden Informationen sowie die Programmdetails zusammengestellt:

Der Aufbau des Zertifikatsprogramms

Das Zertifikatsprogramm Professionelle Lehre HS Bund besteht aus drei - curricular aufeinander abgestimmten - Modulen mit einem Gesamtumfang von 200 Arbeitseinheiten (1 AE = 45 Minuten). Das Basis-, Erweiterungs- und Vertiefungsmodul setzen inhaltlich unterschiedliche Schwerpunkte und bestehen aus ein- bis zweitägigen Pflicht- und Wahlseminaren, die entweder am Standort Brühl der Hochschule des Bundes oder an einer der kooperierenden Netzwerkuniversitäten in NRW stattfinden. Pro Seminartag erhalten Sie in der Regel zwischen 4 und 8 Arbeitseinheiten. Einen Gesamtüberblick über den Aufbau des Programms gibt Ihnen die folgende Grafik:

Grafik: Zertifikatsprogramm - Basismodul, Erweiterungsmodul und Vertiefungsmodul

Die Themenfelder im Zertifikatsprogramm

In den drei Modulen werden insgesamt fünf hochschuldidaktischen Themenfelder behandelt, die inhaltlich miteinander verzahnt sind aber unterschiedliche Schwerpunkte haben. Im Folgenden finden Sie eine Kurzbeschreibung der jeweiligen Themenfelder:

Lehren und Lernen

Lehre kompetenzorientiert zu gestalten, Studierende für Lernen zu motivieren und zu aktivieren sowie das Lernen als Prozess zu verstehen, der über die Präsenzveranstaltung hinaus geht – sind Hauptaufgaben einer jeden Lehrperson. Im diesem Themenfeld stehen daher, neben den Grundlagen des Lehrens und Lernens, auch Haltungs- und Handlungsoptionen für die eigene Lehrpraxis im Vordergrund.

Mindestarbeitseinheiten (1 AE = 45 Min) für den Erwerb des Abschlusszertifikats: 60 AE

Studierende beraten

Versteht man Lehre als einen Prozess in dem Studierende motiviert werden sich zuvor vereinbarte Lernziele eigenständig anzueignen, änderst sich damit auch die Rolle des Lehrenden vom Wissensvermittler zum Lernbegleiter. Lehre kommt somit eine hohe Beratungsfunktion zu, in dem Lehrenden Studierende zu ihren Themen und Anliegen im Rahmen des gesamten Lernprozesses vor, während und nach der Lehrveranstaltung begleiten und beraten.

Mindestarbeitseinheiten (1 AE = 45 Min) für den Erwerb des Abschlusszertifikats: 16 AE

Feedback und Evaluation

Das Themenfeld behandelt die beiden essentiellen Bereiche ‚Feedback‘ und ‚Evaluation‘ in der Lehre. Gegenseitiges Feedback von Lehrenden und Studierenden in gemeinsamen Lehr-/Lernprozessen bilden eine wichtige Grundlage für den Kompetenzerwerb von Studierenden sowie für die Weiterentwicklung von Lehr-/Lernsettings entlang studentischer Lernbedürfnisse. Einer ebenso großen Bedeutung kommt der Bereich Evaluation als Teil eines umfassenden Qualitätsmanagements für Lehre zu. Von der Lehrveranstaltungsevaluation über die Modulevaluation bis hin zu Programm- und Absolventenevaluationen werden grundlegende Evaluationsmodelle, Techniken und Methoden thematisiert.

Mindestarbeitseinheiten (1 AE = 45 Min) für den Erwerb des Abschlusszertifikats: 16 AE

Prüfen und Bewerten

Prüfungen sind ein wesentlicher Bestandteil des Studiums und erfüllen selektive, didaktische und motivationale Funktionen. Auch Lehrende, die selbst keine Prüfungen abnehmen, tragen im Sinne des Constructive Alignments sowohl zum Kompetenzerwerb als auch zur Kompetenzüberprüfung bei. Das Themenfeld konzentriert sich vor diesem Hintergrund auf die Konzeption und Durchführung von Prüfungen im Zusammenspiel mit der Planung und Durchführung von Lehrveranstaltungen und der formativen und summativen Bewertung studentischer Leistungen.

Mindestarbeitseinheiten (1 AE = 45 Min) für den Erwerb des Abschlusszertifikats: 16 AE

Innovationen in Lehre und Studium entwickeln

Lehrende sollen in diesem Bereich die aus den anderen Themenfelder erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten dazu nutzen, um Innovationen in ihrer individuellen Lehre, in ihrem Studienfach oder in ihrer Fakultät anzustoßen, bzw. umzusetzen. Somit stehen in diesem Themenfeld einerseits der Transfer und die Anwendung hochschuldidaktischer Theorien, Modelle, Methoden und Techniken im Vordergrund und andererseits die aktive Weiterentwicklung von Studium und Lehre in der Hochschule.

Mindestarbeitseinheiten (1 AE = 45 Min) für den Erwerb des Abschlusszertifikats: 60 AE

Das Basismodul: Themenfelder und Schwerpunkte

Im Vordergrund des Basismoduls steht das Themenfeld 'Lehren und Lernen', also die Gestaltung von Lernprozessen sowie die Motivierung und Aktivierung von Studierenden.

Obligatorische Elemente:
Lehren und Lernen I + II
Schriftliche Abschlussreflexion zum Basismodul entsprechend Leitfaden

Beispiele für frei wählbare Veranstaltungen:
Veranstaltungsplanung
Aktivierende Methoden
Selbststudium initiieren und begleiten
u.v.m.

Das Erweiterungsmodul: Themenfelder und Schwerpunkte

Im Zentrum des Erweiterungsmoduls stehen die Themenfelder 'Studierende beraten', 'Feedback und Evaluation' sowie 'Prüfen und Bewerten'. Darüber hinaus kann das Themenfeld 'Lehren und Lernen' weiter vertieft werden.

Obligatorische Elemente:
Studierende beraten
Feedback und Evaluation in der Lehre
Prüfen und Bewerten
Hospitation einer eigenen Lehrveranstaltung

Beispiele für frei wählbare Veranstaltungen:
Präsentieren und Moderieren in der Lehre
Fall-/Problemorientiertes Lehren und Lernen
E-Learning Szenarien und Methoden
u.v.m.

Das Vertiefungsmodul: Themenfelder und Schwerpunkte

Das Vertiefungsmodul dient der Spezialisierung auf konkrete hochschuldidaktische Themen und Fragestellungen in Verbindung mit einem Transfer auf die eigene Lehre. Vor dem Hintergrund Ihrer Erfahrungen bspw. aus dem Praxissemester oder aus besuchten Seminaren soll ein innovatives Lehr-/Lernkonzept konzipiert, durchgeführt und dokumentiert werden. Während des gesamten Projekts werden Sie individuell von der Hochschuldidaktik der HS Bund begleitet und beraten.

Obligatorische Elemente:

  • Eigenständige Konzeption, Durchführung und Dokumentation eines innovativen Lehr-/Lernprojekts (bspw.: Transfer aus Praxissemester, neues Veranstaltungskonzept, neuer Praxisbezug, Förderung von beruflichen Schlüsselkompetenzen, E-Learning Szenarien, formative Prüfungsformate und Verfahren, neue Betreuungsformen für Studierende, Studienreformmaßnahmen, Entwicklung neuer Module, u.v.m.),
  • Vorbereitungs-, Planungs- und Abschlussgespräche mit der Hochschuldidaktik am Zentralbereich der Hochschule des Bundes,
  • Hospitation der innovativen Lehrveranstaltung durch eine/n hochschuldidaktische/n Moderator/in,
  • schriftliche Dokumentation des innovativen Lehr-/ Lernprojekts entsprechend Leitfaden der Hochschuldidaktik,
  • Besuch der obligatorischen Themenfelder des Zertifikatsprogramms, sofern nicht bereits im Basis- oder Erweiterungsmodul erfolgt.

Die Zertifikate des Programms im Überblick

Nach jedem Seminar erhalten Sie ein Teilnahmezertifikat mit einer Auflistung der jeweiligen Arbeitsfelder und Lernergebnissen. Mit erfolgreichem Abschluss eines Moduls erhalten Sie ein entsprechendes Modulzertifikat, das den Arbeitsumfang sowie die von Ihnen besuchten Seminare und Themenfelder ausweist.

Grafik: Zertifikate im Überblick

Downloads


Flyer Hochschuldidaktik HS Bund (PDF, 642KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Flyer netzwerk hochschuldidaktik nrw (PDF, 9MB, Datei ist nicht barrierefrei)