GSB 7.0 Standardlösung

Professur (W3) für "Nationales und internationales Recht der Sicherheit mit Schwerpunkt Recht der Nachrichtendienste" (Fachbereich Nachrichtendienste, Abt. Bundesnachrichtendienst)

Bewerbungsfrist 01.07.2019
Arbeitsbeginn Nächstmöglich
Arbeitszeit Vollzeit oder Teilzeit
Laufbahn Höherer Dienst
Arbeitsort Berlin

An der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung ist am Fachbereich Nachrichtendienste, Abteilung Bundesnachrichtendienst, nächstmöglich (ca. Frühjahr/Sommer 2020) eine Professur (W3) für "Nationales und internationales Recht der Sicherheit mit Schwerpunkt Recht der Nachrichtendienste" zu besetzen.

Die Professur vertritt das Fach Rechtswissenschaft in Forschung und Lehre. Schwerpunkte der Lehr- und Forschungstätigkeit der Stelleninhaberin bzw. des Stelleninhabers betreffen das nationale wie internationale Sicherheitsrecht, insbesondere das Recht der Nachrichtendienste. Besondere Kenntnisse im Straf- und Strafprozessrecht sind von Vorteil. Von der Stelleninhaberin bzw. dem Stelleninhaber wird zudem die Bereitschaft zu interdisziplinärer Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Intelligence Studies verlangt.

Anforderungsprofil

Die Bewerberinnen und Bewerber müssen – neben den allgemeinen dienstrechtlichen Bestimmungen (z.B. deutsche Staatsangehörigkeit) – folgende Berufungsvoraussetzungen gemäß § 131 Abs. 1 BBG i.V.m. § 19 Abs. 2 der Grundordnung der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung (GO-HS Bund) (GMBl 2018, Nr. 69, Seite 668) erfüllen:

  • Erstes und Zweites juristisches Staatsexamen (beide mindestens mit der Note "befriedigend"),
  • pädagogische Eignung, die durch Erfahrungen in der Lehre nachgewiesen wird,
  • besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch die Qualität einer Promotion (mindestens magna cum laude) sowie einschlägige Publikationen nachgewiesen wird und
  • besondere Leistungen bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in einer mindestens fünfjährigen beruflichen Praxis nach Abschluss des Hochschulstudiums, von denen mindestens drei Jahre außerhalb des Hochschulbereiches ausgeübt worden sein müssen, oder zusätzliche wissenschaftliche Leistungen (z.B. Habilitation).

Einschlägige Verwaltungserfahrungen mit Bezug zur Tätigkeit der Nachrichtendienste oder anderer Sicherheitsbehörden (auch im internationalen Umfeld) sind von Vorteil.

Die Bewerberinnen und Bewerber bringen über die o.g. Berufungsvoraussetzungen hinaus mit:

  • die Bereitschaft, intensiv mit der Praxis zusammenzuarbeiten und Hospitationen o.ä. zu absolvieren,
  • hohe Sozialkompetenz und die Bereitschaft zur Kooperation und Kommunikation mit den anderen Lehrenden, den übrigen Mitgliedern der Hochschule sowie den Einstellungsbehörden,
  • die Bereitschaft, sich in das Aufgabenfeld der Sicherheitsbehörden und bei Bedarf in andere Lehrgebiete einzuarbeiten, und
  • die Bereitschaft, aktiv an der Weiterentwicklung der Hochschule mitzuwirken und sich in der Selbstverwaltung zu engagieren.

Es wird die Bereitschaft erwartet, sich einer Sicherheitsüberprüfung nach dem Gesetz über die Voraussetzungen und das Verfahren von Sicherheitsüberprüfungen des Bundes (Sicherheitsüberprüfungsgesetz - SÜG) zu unterziehen. Es wird darauf hingewiesen, dass die in § 32 SÜG aufgeführten Reisebeschränkungen bei Reisen in und durch Staaten, für die besondere Sicherheitsregelungen gelten, Anwendung finden.

Tätigkeitsprofil

Die Professur vertritt das Fach Rechtswissenschaft in Forschung und Lehre. Schwerpunkte der Lehr- und Forschungstätigkeit der Stelleninhaberin bzw. des Stelleninhabers betreffen das nationale wie internationale Sicherheitsrecht, insbesondere das Recht der Nachrichtendienste. Besondere Kenntnisse im Straf- und Strafprozessrecht sind von Vorteil.

Der Fokus der Lehrtätigkeit liegt auf dem Diplomstudiengang und dem Masterstudiengang "Intelligence and Security Studies" (MISS). Der Masterstudiengang ist als gemeinsames Studienangebot der Hochschule des Bundes und der Universität der Bundeswehr (München) eingerichtet und wird als konsekutiver Präsenzstudiengang überwiegend in Berlin durchgeführt. Zu den Aufgaben der Professur zählen ferner Vortrags- und Unterrichtstätigkeiten bei sonstigen Aus- und Fortbildungsveranstaltungen am "Zentrum für Nachrichtendienstliche Aus- und Fortbildung" in Berlin.

Bewerbungsverfahren

Die Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung ist nach den Vorgaben des Bundesgleichstellungsgesetzes bestrebt, insbesondere den Anteil der Frauen in der Lehre zu erhöhen; Bewerbungen von Frauen werden deshalb ausdrücklich begrüßt. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung nach Maßgabe des SGB IX bevorzugt berücksichtigt. Von ihnen wird nur ein Mindestmaß an körperlicher Eignung verlangt. Die Planstelle ist auch für die Besetzung mit zwei Teilzeitkräften geeignet.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen und Nachweisen zum gesamten Anforderungsprofil (insbesondere Lebenslauf, relevante Zeugnisse als Kopien, Schriftenverzeichnis) richten Sie bitte inklusive eines Lehrportfolios und einer Skizze mit Ihren Vorstellungen zu Forschungsvorhaben bis 01.07.2019 vorzugsweise per E-Mail (zusammengefasst in einer PDF-Datei bis max. 10 MB) oder auf dem Postweg an den zuständigen Abteilungsleiter

Prof. Dr. Christian Haas
Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Postfach 40527, 10063 Berlin
E-Mail: christian.haas@fhbund-muc.de

Besondere Hinweise

Dienstort ist Berlin. Von auswärtigen Bewerberinnen und Bewerbern wird eine Wohnsitznahme in der Nähe des Hochschulortes erwartet.

Für Fragen zum Profil der ausgeschriebenen Stelle und zum Ablauf des Bewerbungsverfahrens steht Herr Prof. Dr. Jan-Hendrik Dietrich gerne zur Verfügung.

Adresse

Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Fachbereich Nachrichtendienste - Abt. Bundesnachrichtendienst

Postfach 40527
10063 Berlin