Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung

Professur (W1/W2) für Internationale Politik -Schwerpunkt russische Außen- und Sicherheitspolitik- (Fachbereich Nachrichtendienste - Abt. Bundesnachrichtendienst)

Bewerbungsfrist 26.04.2021
Arbeitsbeginn zum nächstmöglichen Zeitpunkt
Arbeitszeit Vollzeit oder Teilzeit
Laufbahn Höherer Dienst
Arbeitsort Berlin

An der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung ist am Fachbereich Nachrichtendienste, Abteilung Bundesnachrichtendienst, nächstmöglich

eine Juniorprofessur (W1, Tenure Track) oder eine Professur (W2) für Internationale Politik mit dem Schwerpunkt russische Außen- und Sicherheitspolitik

zu besetzen. Die Planstelle ist auch für die Besetzung mit zwei Teilzeitkräften geeignet.

Die W2-Professur ist zunächst auf sechs Jahre befristet; eine Entfristung ist auf der Grundlage von § 132 Abs. 1 BBG grundsätzlich möglich.

Die Juniorprofessur ist zunächst auf drei Jahre im Beamtenverhältnis auf Zeit befristet. Soweit eine Zwischenevaluation dies rechtfertigt, ist eine Verlängerung des Dienstverhältnisses auf insgesamt 6 Jahre vorgesehen. Bei weiterer Bewährung und positiver Tenure-Evaluation kann auf Grundlage von § 132 Abs. 1 BBG eine Übernahme auf eine unbefristete W2-Professur erfolgen.

Dienstort ist Berlin. Von auswärtigen Bewerberinnen und Bewerbern wird eine Wohnsitznahme in der Nähe des Hochschulortes erwartet.

Anforderungsprofil

Die Bewerberinnen und Bewerber müssen – neben den allgemeinen dienstrechtlichen Bestimmungen (z.B. deutsche Staatsangehörigkeit) – folgende Berufungsvoraussetzungen gemäß § 131 Abs. 1 BBG i.V.m. § 19 Abs. 2 der Grundordnung der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung (GO-HS Bund) (GMBl 2018, Nr. 35, S. 668) erfüllen:

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium in den Fächern Politikwissenschaften, Geschichte oder Regionalwissenschaften (Russland),
  • pädagogische Eignung, die in der Regel durch Erfahrungen in der Lehre oder Ausbildung nachgewiesen wird,
  • besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch die Qualität einer Promotion (mindestens magna cum laude) sowie einschlägige Publikationen und
  • bei einer Bewerbung für die Besoldungsgruppe W2 außerdem besondere Leistungen bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in einer mindestens fünfjährigen beruflichen Praxis nach Abschluss des Hochschulstudiums, von denen mindestens drei Jahre außerhalb des Hochschulbereiches ausgeübt worden sein müssen, oder zusätzliche wissenschaftliche Leistungen (z.B. Habilitation).

Einschlägige Verwaltungserfahrungen mit Bezug zur Tätigkeit der Nachrichtendienste oder anderer Sicherheitsbehörden (auch im internationalen Umfeld) ist von Vorteil.

 Die Bewerberinnen und Bewerber bringen über die o.g. Berufungsvoraussetzungen hinaus mit:

  • die Bereitschaft, intensiv mit der Praxis zusammenzuarbeiten und Hospitationen o.ä. zu absolvieren,
  • hohe Sozialkompetenz und die Bereitschaft zur Kooperation und der Kommunikation mit den anderen Lehrenden, den übrigen Mitgliedern der Hochschule sowie den Einstellungsbehörden,
  • die Bereitschaft, sich in das Aufgabenfeld der Sicherheitsbehörden und bei Bedarf in andere Lehrgebiete einzuarbeiten,
  • die Bereitschaft, aktiv an der Weiterentwicklung der Hochschule mitzuwirken und sich in der Selbstverwaltung zu engagieren.

Es wird die Bereitschaft erwartet, sich einer Sicherheitsüberprüfung nach dem Gesetz über die Voraussetzungen und das Verfahren von Sicherheitsüberprüfungen des Bundes (Sicherheitsüberprüfungsgesetz - SÜG) zu unterziehen. Es wird darauf hingewiesen, dass die in § 32 SÜG aufgeführten Reisebeschränkungen bei Reisen in und durch Staaten, für die besondere Sicherheitsregelungen gelten, Anwendung finden.

Tätigkeitsprofil

Die Professur vertritt das Fach Politikwissenschaft in Forschung und Lehre. Gegenstand der Lehr- und Forschungstätigkeit ist die Internationale Politik mit dem Schwerpunkt russische Außen- und Sicherheitspolitik sowohl im Raum RUS/GUS als auch weltweit. Von der Stelleninhaberin bzw. dem Stelleninhaber wird zudem die Bereitschaft zu interdisziplinärer Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Intelligence Studies verlangt. Russische Sprachkenntnisse sind von Vorteil.

Der Fokus der Lehrtätigkeit liegt auf dem Diplomstudiengang des Fachbereichs Nachrichtendienste der HS Bund sowie dem Masterstudiengangs "Intelligence and Security Studies"(MISS). Der Masterstudiengang ist als gemeinsames Studienangebot der Hochschule des Bundes und der Universität der Bundeswehr (München) eingerichtet und wird als konsekutiver Präsenzstudiengang überwiegend in Berlin durchgeführt. Zu den Aufgaben der Professur zählen ferner Vortrags- und Unterrichtstätigkeiten bei sonstigen Aus- und Fortbildungsveranstaltungen am "Zentrum für Nachrichtendienstliche Aus- und Fortbildung" in Berlin. Der Fachbereich Nachrichtendienste bietet ein spannendes Arbeitsumfeld mit vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen an der Nahtstelle zwischen Hochschule, Praxis der Sicherheitsbehörden und Politikberatung.

Bewerbungsverfahren

  • Die Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung ist nach den Vorgaben des Bundesgleichstellungsgesetzes bestrebt, insbesondere den Anteil der Frauen in der Lehre zu erhöhen. Bewerbungen von Frauen werden deshalb ausdrücklich begrüßt.

Die Hochschule fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und wurde dementsprechend wiederholt zertifiziert. Weitere Informationen erhalten sie unter www.beruf-und-familie.de

  • Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung nach Maßgabe des SGB IX bevorzugt berücksichtigt. Von ihnen wird nur ein Mindestmaß an körperlicher Eignung verlangt.

Nähere Informationen über die Hochschule und den Fachbereich Nachrichtendienste finden Sie unter www.hsbund.de .

Für Fragen zum Profil der ausgeschriebenen Stelle und zum Ablauf des Bewerbungsverfahrens steht der zuständige Abteilungsleiter Prof. Dr. Christian Haas gerne zur Verfügung.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen und Nachweisen zum gesamten Anforderungsprofil (insbesondere Lebenslauf, relevante Zeugnisse als Kopien, Schriftenverzeichnis) richten Sie bitte inklusive eines Lehrportfolios und einer Skizze mit Ihren Vorstellungen zu Forschungsvorhaben bis zum 26.04.2021 vorzugsweise per E-Mail (zusammengefasst in einer PDF-Datei bis max. 10 MB) oder auf dem Postweg an:

Abteilungsleitung BND

Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung

Postfach 40527, 10063 Berlin

E-Mail: christian.haas@hsbund-nd.de

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