Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung

Eine Juniorprofessur (m/w/d) (Besoldungsgruppe W1, Tenure Track) oder eine Professur (m/w/d) (Besoldungsgruppe W 2) für Nachrichtendienstpsychologie (Fachbereich Nachrichtendienste - Abteilung Verfassungsschutz)

Bewerbungsfrist 29.07.2022
Arbeitsbeginn 1. Oktober 2023
Arbeitszeit Vollzeit oder Teilzeit
Laufbahn Höherer Dienst
Arbeitsort Berlin

An der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung ist am Fachbereich Nachrichtendienste, Abteilung Verfassungsschutz zum 1. Oktober 2023

eine Juniorprofessur (m/w/d)
(Besoldungsgruppe W1, Tenure Track)
oder
eine Professur (m/w/d)
(Besoldungsgruppe W 2)

für Nachrichtendienstpsychologie

zu besetzen. Die W2-Professur ist zunächst auf sechs Jahre befristet; eine Entfristung ist auf der Grundlage von § 132 Abs. 1 BBG grundsätzlich möglich. Die Juniorprofessur ist zunächst auf drei Jahre im Beamtenverhältnis auf Zeit befristet. Soweit eine Zwischenevaluation dies rechtfertigt, ist eine Verlängerung des Dienstverhältnisses auf insgesamt 6 Jahre vorgesehen. Bei weiterer Bewährung und positiver Tenure-Evaluation kann auf Grundlage von § 132 Abs. 1 BBG eine Übernahme auf eine unbefristete W2-Professur erfolgen. Die Planstelle ist auch für die Besetzung mit zwei Teilzeitkräften geeignet.

Dienstort ist Berlin. Von auswärtigen Bewerberinnen und Bewerbern wird eine Wohnsitznahme in der Nähe des Hochschulortes erwartet. Ein relevanter Teil der Lehrveranstaltungen ist auch an der Akademie für Verfassungsschutz in Swisttal-Heimerzheim zu erbringen.

Anforderungsprofil

Die Bewerberinnen und Bewerber für die W2-Professur müssen – neben den allgemeinen dienstrechtlichen Bestimmungen (z.B. deutsche Staatsangehörigkeit) – folgende Berufungsvoraussetzungen gemäß § 131 Abs. 1 BBG i.V.m. § 19 Abs. 2 der Grundordnung der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung (HS BundGrO) (GMBl 2018, Nr. 35, S. 662) erfüllen:

  • abgeschlossenes Studium der Psychologie (Diplom oder Master),
  • pädagogische Eignung, die in der Regel durch Erfahrungen in der Lehre nachgewiesen wird,
  • besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch die Qualität einer Promotion (mindestens magna cum laude) sowie einschlägige Publikationen nachgewiesen wird und
  • entweder besondere Leistungen bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in einer mindestens fünfjährigen beruflichen Praxis nach Abschluss des Hochschulstudiums, von denen mindestens drei Jahre außerhalb des Hochschulbereiches ausgeübt worden sein müssen, oder zusätzliche wissenschaftliche Leistungen (z.B. Habilitation).

Die Bewerberinnen und Bewerber für die W1-Professur (Tenure Track) müssen neben den allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen gemäß § 131 Abs. 2 BBG i.V.m. § 19 Abs. 4a HS BundGrO folgende Berufungsvoraussetzungen erfüllen:

  • ein abgeschlossenes Hochschulstudium,
  • pädagogische Eignung und
  • eine besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch die herausragende Qualität einer Promotion nachgewiesen wird.

Einschlägige Verwaltungserfahrung mit Bezug zur Tätigkeit der Nachrichtendienste oder anderer Sicherheitsbehörden (auch im internationalen Umfeld) ist von Vorteil.

Die Bewerberinnen und Bewerber bringen über die o.g. Berufungsvoraussetzungen hinaus mit:

  • die Bereitschaft, intensiv mit der Praxis zusammenzuarbeiten und Hospitationen o.ä. zu absolvieren,
  • hohe Sozialkompetenz und die Bereitschaft zur Kooperation und Kommunikation mit den anderen Lehrenden, den übrigen Mitgliedern der Hochschule sowie den Einstellungsbehörden,
  • die Bereitschaft, sich in das Aufgabenfeld der Sicherheitsbehörden und bei Bedarf in andere Lehrgebiete einzuarbeiten,
  • die Bereitschaft, aktiv an der Weiterentwicklung der Hochschule mitzuwirken und sich in der Selbstverwaltung zu engagieren,
  • die Bereitschaft zur fachlichen Betreuung von Lehrbeauftragten und zur Entwicklung von Lehrunterlagen, anhand derer Lehrbeauftragte ihre Lehrbeiträge leisten können und
  • die Bereitschaft, nach Berufung weiterhin qualitativ hochwertige Publikationen zu veröffentlichen.

Es wird die Bereitschaft erwartet, sich einer Sicherheitsüberprüfung nach dem Gesetz über die Voraussetzungen und das Verfahren von Sicherheitsüberprüfungen des Bundes (Sicherheitsüberprüfungsgesetz - SÜG) zu unterziehen. Es wird darauf hingewiesen, dass die in § 32 SÜG aufgeführten Reisebeschränkungen bei Reisen in und durch Staaten, für die besondere Sicherheitsregelungen gelten, Anwendung finden.

Tätigkeitsprofil

Die Professur vertritt das Fach Nachrichtendienstpsychologie in Forschung und Lehre. Gesucht wird eine herausragende Nachwuchswissenschaftlerin bzw. ein herausragender Nachwuchswissenschaftler mit einem Profil in mindestens einem der folgenden Gebiete: Sozialpsychologie, Rechtspsychologie, Forschungsmethoden. Die bisherigen Forschungsarbeiten sollen dabei für die Kernaufgaben von Nachrichtendiensten, dem Beschaffen und Auswerten von Informationen, relevant sein. Von der Stelleninhaberin bzw. dem Stelleninhaber wird zudem die Bereitschaft zu disziplinärer und interdisziplinärer Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Intelligence Studies verlangt.

Schwerpunkte der Lehrtätigkeit bestehen im Rahmen des Diplomstudiengangs, den Bundesbeamtinnen und Bundesbeamte des gehobenen nichttechnischen Dienstes im Bundesamt für Verfassungsschutz und im Bundesnachrichtendienst absolvieren (W2-Professur), sowie im Rahmen des Masterstudiengangs Intelligence and Security Studies (MISS; W2- und W1-Professur). Beide Studiengänge sind zentral am „Zentrum für nachrichtendienstliche Aus- und Fortbildung“ in Berlin verortet. Zu den Aufgaben zählen ferner Vortrags- und Unterrichtstätigkeiten bei sonstigen Aus- und Fortbildungsveranstaltungen, etwa an der Akademie für Verfassungsschutz.

Bewerbungsverfahren

Die Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung ist nach den Vorgaben des Bundesgleichstellungsgesetzes bestrebt, insbesondere den Anteil der Frauen in der Lehre zu erhöhen; Bewerbungen von Frauen werden deshalb ausdrücklich begrüßt. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung nach Maßgabe des SGB IX bevorzugt berücksichtigt. Von ihnen wird nur ein Mindestmaß an körperlicher Eignung verlangt.

Nähere Informationen über die Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung und den Fachbereich Nachrichtendienste finden Sie unter www.hsbund.de.

Für Fragen zum Profil der ausgeschriebenen Stelle und zum Ablauf des Bewerbungsverfahrens steht Ihnen Frau Prof. Dr. Michaela Pfundmair (Telefon: 030 220089-82387 oder E-Mail: michaela.pfundmair@hsbund-nd.de) gerne zur Verfügung.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen und Nachweisen zum gesamten Anforderungsprofil (insbesondere Lebenslauf, relevante Zeugnisse als Kopien, Schriftenverzeichnis) richten Sie bitte inklusive eines Lehrportfolios und einer Skizze mit Ihren Vorstellungen zu Forschungsvorhaben bis zum 29.07.2022 vorzugsweise per E-Mail (zusammengefasst in einer PDF-Datei bis max. 10 MB) oder auf dem Postweg an den zuständigen Abteilungsleiter im Fachbereich

Herrn
Prof. Dr. Gunter Warg
Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Fachbereich Nachrichtendienste
- Abteilung Verfassungsschutz -
Willy-Brandt-Straße 1
50321 Brühl

E-Mail: Gunter.Warg@hsbund.de

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